Rissbildung

Beim Trocknungsprozess können aufgrund einer nicht gleichmäßigen Holzstruktur Trockenrisse entstehen. Je nach Holzart und Standort des Produktes (z.B. sonniger oder schattiger Standort) kann dies unterschiedlich stark auftreten und auch wieder vergehen. Auch durch Veredelungsverfahren kann dies nur reduziert werden. Nach DIN 4074 sind solche Risse grundsätzlich zulässig, die Statik und Haltbarkeit nicht negativ beeinflussen.

Holzinhaltsstoffe

Je nach Holzart sind im Holz verschiedene Inhaltsstoffe gebunden, die durch Bewitterung austreten können. Bei stark gefärbten Hölzern wie z.B. Bangkirai sind Verunreinigungen an Pflasterflächen etc. möglich. Auch daher muß Regenwasser abgeführt werden. Des weiteren empfehlen wir bei deckenden Anstrichen eine Grundierung sowie einen Absperrgrund aufzutragen, der ein Durchschlagen der Inhaltsstoffe durch die Farbe verhindert.

Schimmel und Bläue

Das Holz ist durch die Imprägnierung gut geschützt. Bei druckimprägnierten Hölzern können während der Lagerung aber oberflächliche Stockflecken und Schimmel entstehen. Die ggf. hohe Restfeuchte im Holz begünstigt dies. Meist läßt sich der oberflächige Schimmel nach der Trocknung leicht entfernen. Die Optik gleicht sich durch die Bewitterung nach kurzer Zeit wieder an. Bei unbehandelten Hölzern können punktuelle sowie streifige Verfärbungen durch den Bläuepilz entstehen. Umdas zu vermeiden, muss eine Grundierung  mit vorbeugendem Bläueschutz aufgetragen werden.

Harzaustritte

Ein nachträgliches Ausharzen ist bei Nadelhölzern gerade bei warmer Witterung oder direkter Sonneneinstrahlung nicht vermeidbar. Diese Eigenschaft kann durch einen dunklen, absorbierenden Anstrich noch verstärkt werden. Tipp für den Fall der Fälle: Benutzen Sie ein Stück Holz als 'Spachtel' und entfernen Sie vorsichtig ggf. ausgelaufenes Harz.

Raue Oberflächen

Die Oberfläche von gehobelten / gefrästen Hölzern kann trotz großer Sorgfalt und scharfer Werkzeuge teilweise raue Stellen aufweisen. Gerade im Astbereich oder entgegen der Bearbeitung gerichteten Holzfasern sind je nach Holzart raue Stellen oder kleine Faserausrisse möglich. Bei einer Pfostenkopfbearbeitung sind aufgrund der quer zur Faser erfolgten Bearbeitung neben rauen Flächen auch kleine Ausfransungen möglich.

Markröhre

Bei Nadelhölzern befindet sich im Zentrum des Stammes in Längsrichtung die Markröhre. Diese hat einige Millimeter Durchmesser und hebt sich farbig von umliegenden Holzschichten ab. Durch die Verarbeitung des Holzes kann diese aus einem porösen Gewebe bestehende Röhre teilweise oder ganz sichtbar werden. Die Markröhre ist keine Fäulnis oder sonstige Schädigung des Holzes, sondern gehört zum natürlichen Erscheinungsbild dieses Werkstoffes.

Quell- und Schwindverhalten

Eine für Holz typische Eigenschaft ist die Volumenveränderung durch Feuchtigkeitsaufnahme bzw. Trocknung. Je nach Feuchte des Materials können Bauteile unterschiedlich stark "arbeiten". Ein frisch eingeschnittenes Kiefernbrett hat z.B. bei einer Feuchtigkeitsabnahme von 10 % ca. 4 % seiner einstigen Stärke verloren! Bei der Druckimprägnierung wird das Holz voll gesättigt. Es weist daher nach Trocknung die größten Schwindungen auf. Bei der Verarbeitung muss diese mögliche "Bewegung" konstruktiv berücksichtigt werden (z.B. Profilholz mit verlängerter Feder einbauen etc.).

Äste und Maserung

Äste und Maserung des Holzes variieren je nach Holzart und gehören zur Charakteristik eines Holzes. Bei Gartenholz-Produkten werden gesunde, jedoch auch mal astigere Hölzer eingesetzt als im Möbelbau. Eine einheitliche, gleichmäßige Maserungsabfolge kann z.B. bei Sichtblenden, Vorgartenzäunen, Profil- oder Konstruktionsholz nicht gewährleistet werden.

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